Der Erwerb der eigenen vier Wände kostet jeden dritten Haushalt 150.000 Euro und mehr. Bauherren und Käufer sollten deshalb sorgsam alle wesentlichen Fragen klären, um das neue Zuhause dauerhaft genießen zu können: Ist die Baubeschreibung umfassend? Wie sieht die Energiebilanz des Gebäudes aus? Was ist mit den Gewährleistungsrechten? Eine neue Planungshilfe mit Checkliste bieten jetzt die Landesbausparkassen. Sie kann im Internet unter www.lbs.de/planungshilfe kostenlos heruntergeladen werden.
Auf vier Seiten erfahren Erwerber, worauf sie beim Bau und Kauf der eigenen vier Wände achten müssen. So wird der Kaufvertrag zwar vor einem Notar geschlossen, was viele aber nicht wissen: Dieser beurkundet nur die Vertragsunterzeichnung, bewertet aber nicht die Inhalte zugunsten einer Partei. Besitzen Bauherren bereits ein Grundstück, das bebaut werden soll, kommt ein Bauvertrag hinzu. Hier sollten klare Zahlungsregelungen und eine förmliche Abnahme der Bauleistung vereinbart werden.
Die Baubeschreibung regelt in welcher Qualität und mit welchen Baustoffen das Eigenheim errichtet wird. Für Baubeschreibungen gibt es keine gesetzlichen Vorschriften, deshalb sind detaillierte Angaben besonders wichtig – nur auf die beschriebenen Leistungen haben Eigentümer rechtlich auch Anspruch. Außerdem sollte die im Vertrag angegebene Wohnfläche immer auf Basis der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet sein.
Für Käufer von Wohnungen ist die Teilungserklärung zentraler Vertragsbestandteil, denn das Grundstück und die meisten Gebäudeteile gehören allen Eigentümern gemeinsam. Der Großteil der anfallenden Kosten wird unter den Parteien aufgeteilt. Auch bei Modernisierungen hat jeder seinen „Miteigentumsanteil“ zu tragen – ohne Rücklagen der Wohn-eigentümergemeinschaft kann das teuer werden. Beim Kauf einer gebrauchten Wohnung sorgt ein Blick in die Beschlusssammlung für Klarheit.
Im Internet unter www.lbs.de/planungshilfe sind die Informationen kostenlos abrufbar.






