Mit der Natur verbunden
Gesundes und gleichzeitig angenehmes Wohnen ist bisher ein frommer Wunsch. Denn in den herkömmlichen Baustoffen findet sich eine große Menge an Schadstoffen. Auch die Entsorgung der Bauten ist wegen dieser Tatsache oft ein Problem.
In neuerer Zeit geistert jedoch immer wieder der Begriff vom „ökologischen Wohnen“ durch die Immobilienwelt. Was genau ist damit gemeint?
Streng genommen bedeutet ökologisches Wohnen, dass alle Baumaterialien rein natürlich sind. Ein Haus, das den Vorgaben des ökologischen Wohnens entspricht, enthält keinerlei giftige Stoffe, nicht einmal in für Menschen ungefährlichen Kleinstmengen. Der Energieverbrauch ist so gering wie möglich und die Energie wird aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen, zum Beispiel aus Solaranlagen. Die bebaute Fläche ist entweder sehr klein oder das Haus wird begrünt. Hier sind bepflanzte Dächer besonders beliebt.
Konkret bedeutet dies, dass vor allem natürliche Baustoffe wie Lehm oder Holz verwendet werden. Für die Dämmung wird Stroh, Schafwolle, Hanf oder ähnliches benutzt. Anstriche werden mit Farben oder Lacken auf Pflanzenbasis, die keine Lösungsmittel enthalten dürfen, gemacht. Kunststoffe werden in einem ökologischen Haus nicht verwendet. Es wird so gebaut, dass viel Licht in das Haus dringt, damit der Energieverbrauch durch Beleuchtung so gering wie möglich bleibt.
Insgesamt verschreibt sich das ökologische Wohnen dem Standard der Niedrigenergiehäuser. Das Wasser wird durch Solarenergie erwärmt und recycelt. Das bedeutet, dass beispielsweise die Toiletten-Spülung mit Abwasser aus der Spüle oder Badewanne betrieben wird.
All dies scheint zu bedeuten, dass der Bewohner weitgehend von den Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation ausgeschlossen ist. Doch eines der wichtigsten Ziele des ökologischen Wohnens besteht darin, dass auf diese Annehmlichkeiten eben nicht verzichtet werden muss, sondern ein ganz normales Wohnen möglich ist.
Schon heute gibt es ganze Siedlungen, beispielsweise die Moorwiesen-Siedlung in Kiel. Sie steht bereits seit 1992 und besteht überwiegend aus Einfamilienhäusern. Neben einer pflanzlichen Kläranlage für das Abwasser sind hier auch die Dächer begrünt, der Abfall wird als Kompost entsorgt und vieles mehr.
Wer genauere Informationen über diese Siedlung haben möchte, kann sich hier erkundigen:
http://www.oekosiedlungen.de/moorwiesensiedlung/
In ganz Deutschland gibt es bereits 181 solcher Siedlungen. Wenn Sie eine dieser Siedlungen in Ihrer Nähe besuchen wollen, finden Sie hier eine Liste:
http://www.oekosiedlungen.de/uebersicht/index.htm
Der Vorteil des ökologischen Bauens liegt nicht nur in der umweltschonenden Lebensweise, sondern ist auch gesund. Die Luft ist sehr viel schadstoffärmer als in herkömmlichen Häusern, was sich besonders positiv auf die Atemwege auswirkt.
Für Freunde des ökologischen Wohnens, die nicht in einer der bestehenden Siedlungen leben wollen oder können, gibt es bereits ganze Fertigbausätze. Ein Beispiel dafür ist das SolArc Erdhügelhaus:
http://www.oekologisch-bauen.info/fertighaus/fertighaus_archy_nova_solarc_erdhuegelhaus.php
Hier wird natürlich nicht in einem sandigen Erdloch gehaust, sondern Sie wohnen in einem optisch äußerst ansprechenden Haus, das sehr hell und modern ist.
Häuser, die auf ein ökologisches Wohnen ausgerichtet sind, kosten in der Regel etwas mehr. Architekten sprechen von einem Aufschlag von 2% bis 10% des Preises eines normalen Hauses.
Dafür wird durch die energiesparende Bauweise viel Geld gespart, weshalb es sich in Zeiten ständig steigender Energiekosten beim ökologischen Wohnen eindeutig um eine Zukunftsinvestition handelt.







