Sobald die letzten Früchte des Gartens abgeerntet sind und auch die Sonnenstrahlen keine richtige Wärme mehr verbreiten, kann man damit beginnen, seinen Garten fit für den Winter zu machen. Die Laubblätter auf den Rasenflächen müssen entfernt werden, wobei Laub rechen an stürmischen Herbsttagen sehr mühsam sein kann; eine gute Hilfe ist dann der Rasenmäher, denn so wird das Laub gleich gehäckselt und kann mit Urgesteinsmehl und Hornspänen vermischt besser in den Kompost eingearbeitet werden. Eine Alternative stellt ein großer Laubhaufen in einer Gartenecke dar, er bietet im Winter Unterschlupf für Igel und andere Nützlinge.
Die letzten Pflanzen im Gemüsegarten sind Feldsalat und Rosenkohl, der auch leichten Frost verträgt. Wenn alles abgeerntet ist, werden bei schweren Böden die Gemüsebeete spatentief umgegraben, damit die Kälte im Winter die Bodenstruktur auflockern kann; bei leichten Böden genügt es, die Erdoberfläche zu hacken und mit einer Mulchschicht abzudecken. Im Blumenbeet sollten frostempfindliche Zwiebel- und Knollengewächse (Dahlien, Knollenbegonien) vor dem ersten Frost ausgegraben, getrocknet und dann im Keller kühl und dunkel gelagert werden. Auch der Gartenteich benötigt einige Vorbereitungen für den Winter. Die Blätter auf der Wasseroberfläche müssen abgefischt werden, um ein Absinken auf den Boden und dadurch eine Verschlechterung der Wasserqualität zu vermeiden; ein Eisfreihalter aus dem Fachhandel sorgt für die notwendige Sauerstoffzufuhr und verhindert das komplette Zufrieren des Teiches.
Auf der Terrasse können winterharte Kübelpflanzen an einer geschützten Stelle draußen überwintern. Die Pflanzkübel werden zum Schutz vor starkem Frost mit Strohmatten, Jutesäcken oder Luftpolsterfolie umwickelt und auf kurze Holzleisten gestellt, so kann das Wasser abfließen und der Pflanztopf friert nicht am Boden fest. Auch die Gartenmöbel werden nicht mehr gebraucht und können nach dem Reinigen im Keller oder im Gartenhaus eingelagert werden; für die Polsterauflagen gibt es im Fachhandel spezielle Truhen zur trockenen Aufbewahrung. Zum Schluss stehen noch die Gartengeräte auf der Arbeitsliste; sie werden gründlich gesäubert und die Metallteile als Rostschutz eingeölt, dann können sie im Geräteschuppen an den entsprechenden Wandhaken aufgehängt werden. Wenn die letzten Arbeiten erledigt sind, kehrt im Garten und beim Gartenbesitzer Ruhe ein – der Winter kann kommen.






