Wenn es in den eigenen vier Wänden zu eng wird, sind Räume unter dem Dach eine beliebte Platzreserve. Durch den Einbau von Gauben oder liegenden Fenstern lassen sich auch düstere Rumpelkammern in lichtdurchflutete Wohnflächen verwandeln. Bei kleineren Dachräumen und einem niedrigen Kniestock sind Dachgauben meist die beste Lösung, denn es entsteht zusätzlicher Raum, berichtet die Dachherstellervereinigung. Der klare Vorteil von Dachfenstern ist dagegen die bis zu dreimal höhere Lichtausbeute.
Gauben gibt es in unterschiedlichsten Formen: Von Schlepp- und Flachgauben über Spitz- und Dreiecksgauben bis hin zu weit ausschwingenden Fledermausgauben reicht das Gestaltungsspektrum. Da diese jedoch zugleich das Erscheinungsbild des Hauses verändern, sind sie im Gegensatz zu Dachfenstern in der Regel genehmigungspflichtig. Im Zweifelsfall sollte ein Architekt klären, ob die Bausubstanz des Dachstuhls einwandfrei ist und die Tragkraft für den Einbau einer Gaube ausreicht.
Räume mit Dachflächenfenstern werden vom Tageslicht regelrecht durchflutet. Der Vorteil: Je höher die Fenster, desto heller wird der Raum. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Dachwohnfenster in ihrer Gesamtbreite mehr als die Hälfte der Wohnraumbreite einnehmen. Dann ist auf alle Fälle für ausreichend Lichteinfall unter dem Dach gesorgt. Die jeweilige Anordnung der Fenster – ob übereinander oder nebeneinander als großzügige Kassetten – bleibt dabei den persönlichen Gestaltungswünschen überlassen.
Ein weiterer Vorteil von Dachfenstern ist die feine Regulierung der Frischluftzufuhr. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fenstern bieten Dachfenster diverse Lüftungsmöglichkeiten. Je nach Öffnung strömt beispielsweise durch den unteren Lüftungsspalt kalte, frische Luft herein, während Warmluft nach oben ausströmen kann. Außerdem kann auch bei Regen gelüftet werden.
Ob mehr Wohnfläche oder doch lieber eine höhere Lichtausbeute gewünscht ist, muss im Einzelfall abgewogen werden. Nicht selten können jedoch auch beide – Gauben und Dachwohnfenster – eingesetzt werden, so die Experten von dach.de bei einem Bericht zum Ausbau von Dachgeschossen.






