Malerarbeiten Teil 2 – Der Anstrich

Copyright by Rainer Sturm / Pixelio

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Die Wand ist sauber, eben und vor allem trocken? Dann können Sie nun die Farbe an die Wand bringen. Dies ist sehr viel unkomplizierter als die Vorbereitung des Untergrundes. Zunächst sollten Sie aber sicher sein, dass das richtige Werkzeug vorhanden ist. Sie sollten mindestens einen Pinsel und eine Rolle mit Teleskopstange zur Verfügung haben.

Schritt 1 – Werkzeug auswählen

1. Pinsel

Bei der Auswahl der Pinsel sollten Sie vor allem auf die Pinselstärke achten, die auf dem Etikett angegeben ist. Die Stärke gibt darüber Auskunft, wie viel Farbe ein Pinsel aufnehmen kann und wie viel Farbe Sie dementsprechend auf die Wand bringen können, ohne den Pinsel erneut in die Farbe tauchen zu müssen. Die höchste Stärke ist 12, Pinsel mit dieser Stärke werden aber meistens nur von Profis verwendet und nicht jeder Baumarkt bietet solche Pinsel an. Für den normalen Heimwerker genügt die Stärke 6, die günstigsten im Baumarkt beginnen bei Stufe 4.

2. Farbrollen

Bei Farbrollen ist die Einteilung der Stärken etwas übersichtlicher. Es gibt einfache und doppelstarke Rollen. Wie bei den Pinseln unterscheiden die Stärken die Aufnahmefähigkeit der Rolle. Hier spart es wirklich viel Mühe, eine doppelstarke Rolle zu verwenden.

Schritt 2 – Der Anstrich

YouTube Preview ImageAnstreichen von Wänden

Als erstes sollten Sie die Problemzonen mit einem Pinsel streichen, also Zimmerecken, Übergänge von Decken zu Wänden, rund um Schalter und Steckdosen sowie entlang der Fußleisten. Investieren Sie aber nicht zu viel Zeit in diese Arbeit, damit die Farbe nicht schon vor dem eigentlichen Anstrich getrocknet ist. Denn dann sind die Übergänge zu sehen.

Wenn die Problemzonen fertig sind, beginnen Sie mit der Zimmerdecke. Dies hat den Vorteil, dass keine Farbspritzer auf frisch gestrichene Wände gelangen.

Tragen Sie die Farbe mit einer Rolle zunächst senkrecht auf die Wand auf. Dann verteilen Sie die Farbe in waagerechten Bahnen. Zum Abschluss streichen Sie noch einmal mit senkrechten, sich überlappenden Strichen. Auf diese Weise kommt die Farbe sauber an die Wand und es sind keine Streichmuster zu sehen. Je nach Farbe und Untergrund muss eventuell ein zweiter Anstrich erfolgen. Wenn Sie beispielsweise Dispersionsfarben verwenden, ist ein zweiter Anstrich in jedem Fall empfehlenswert.
Diese Arbeit wiederholen Sie dann auch an den anderen Wänden.

Anstreichen von Holz

Beim Anstreichen von Holz sollten Sie sich zuerst die Frage stellen, ob das Holzmuster nach dem Anstrich noch zu sehen sein oder ob die Farbe wirklich decken soll.

Wenn Sie das Holzmuster noch sehen oder sogar betonen wollen, ist ein Transparentlack die beste Alternative. Er benötigt aber mindestens zwei, besser noch drei Anstriche. Die Technik ist dieselbe wie bei normalen Wänden.

Wenn der Anstrich das Holzmuster verdecken soll, sind Kunstharzlacke oder Ölfarben am besten geeignet. Achten Sie bei der Verwendung solcher Farben auf eine gute Lüftung.
Auch hier werden zwei Anstriche empfohlen.

Anstreichen von Stahl

Stahl sollten Sie ebenfalls mit Ölfarben oder Kunstharzlacken anstreichen. Zuvor sollte die ganze Fläche aber mit Mennige eingepinselt werden. Mennige ist ein rötliches Pulver, das beim Verbrennen von Blei entsteht und im Gemisch mit bestimmten Ölen oder Harzen  einen hervorragenden Korrosionsschutz bildet. Stahl sollte natürlich einen solchen Korrosionsschutz haben, damit er nicht rostet.

Nach diesem ersten Anstrich mit Mennige erfolgt das eigentliche Auftragen der Ölfarben oder Lacke.

Der Anstrich an sich ist bei Malerarbeiten also nicht das größte Problem. Wichtiger ist die korrekte Vorbereitung des Untergrundes. Wenn der Untergrund sauber und trocken ist, kann beim Anstreichen selbst im Grunde nichts mehr schief gehen und Ihre Wand erstrahlt in neuem Glanz.

Nur eins sollten Sie unbedingt beachten: Reinigen Sie all Ihre verwendeten Pinsel nach der Arbeit gründlich. Die Lebensdauer Ihres Werkzeuges wird sich dadurch deutlich verlängern.

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Vor dem Streichen: Abdecken

In diesem Video wird gezeigt: Worauf kommt es beim abdecken des Raumes an? Der Einsatz von Folien, Abdecktüchern und festerem Karton wird erläutert.