Malerarbeiten Teil 1 – Der Untergrund

Copyright by Rainer Sturm / Pixelio

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Malerarbeiten werden zumindest in kleinerem Umfang oftmals von ambitionierten Heimwerkern selbst erledigt. Das ist auch ohne Probleme möglich, es sollten aber einige Punkte beachtet werden.

Es geht schon mit der Vorbereitung des Untergrundes los. Je besser die zu bestreichende Fläche vorbehandelt wurde, desto besser hält der neue Anstrich und desto schöner ist das Ergebnis. Hier folgen nun einige Tipps wie man Probleme mit dem Untergrund beseitigt:

Schimmel entfernen

Wenn der Untergrund schimmelt, muss der Pilz vor dem Neuanstrich entfernt werden. Ansonsten frisst sich der Schimmel mit Leichtigkeit durch den frischen Anstrich. Das Problem des Schimmels ergibt sich besonders in Räumen, in denen es feucht ist, also Kellern oder Badezimmern.

Entweder nutzen Sie einen chemischen Schimmelentferner oder Sie mischen Wasser mit gewöhnlicher Haushaltsbleiche im Verhältnis 3:1. Mit einem Schwamm wird diese Mischung auf den Schimmelfleck und 30-50 cm über den Fleck hinaus aufgetragen. Nach zwanzig Minuten Einwirkzeit entfernen Sie die Reste des Bleichmittels einfach mit einem nassen Lappen.
Bleichmittel sollten nie mit ammoniakhaltigen Substanzen vermischt werden, da sich in diesem Fall giftige Dämpfe entwickeln können.

Säubern des Untergrundes

YouTube Preview ImageSchmutz wirkt sich äußerst negativ auf den neuen Anstrich aus. Die Haftung lässt durch einen verschmutzten Untergrund nach und Flecken erscheinen häufig nach einiger Zeit trotz des frischen Anstrichs wieder.

Zur Reinigung genügt im Normalfall etwas warmes Wasser oder ein leichtes Putzmittel. Raue Oberflächen wie Mauern und Ziegel können Sie auch mit einer Bürste säubern.

Alte Anstrichflächen

Blätternde Farbe oder gerissene Tapeten müssen entfernt werden. Von glatten Oberflächen können Sie die Farbreste mit einem Schaber vorsichtig abschaben. Bei leichten Farbabblätterungen reicht auch Schleifpapier.

Natürlich können Sie sich diese Arbeiten auch mit chemischen Mitteln erleichtern. Diese müssen meistens nur aufgetragen und nach einer gewissen Einwirkzeit wieder abgewischt werden. Chemische Mittel haben aber den großen Nachteil, sehr aggressiv zu sein. In Haushalten mit Kindern ist der Einsatz dieser Mittel nicht zu empfehlen. Außerdem ist die Entsorgung des Mülls recht aufwändig, denn er muss auf speziellen Deponien abgegeben werden. Auch sind Werkzeuge, die mit den Mitteln in Kontakt kommen, danach unbrauchbar. Wenn Sie also ein solches Mittel zum Beispiel mit einem Pinsel auftragen, sollten Sie für diese Arbeit einen billigen Pinsel verwenden. Räume, in denen chemische Farbentferner verwendet wurden, müssen danach mindestens 24 Stunden gelüftet werden.

Wenn sich auf der Wand Tapetenreste befinden, handeln Sie ähnlich wie beim Tapezieren. Risse und Löcher in der Wand müssen ausgebessert und Tapeten- und Kleisterreste vollständig entfernt werden. Lesen Sie hierzu unsere Anleitung zum Tapezieren. Wenn Sie eine Tapete überstreichen wollen, so sollten Sie lose Tapetenstücke wieder neu ankleistern. Beim Überstreichen einer Tapete ist es empfehlenswert, eine Sperrgrundierung auf Öl- oder Alkoholbasis aufzubringen. Wenn Sie eine Tapete überstreichen, so ist es möglich, dass das alte Tapetenmuster durch den Anstrich hindurchschimmert. In diesem Fall ist leider ein zweiter Deckanstrich notwendig.

Vorbehandeln von Holz

YouTube Preview ImageHolz sollten Sie vor dem Anstrich einmal mit Schleifpapier abschleifen, damit der Untergrund sauber ist und die frische Farbe gut haftet. Auch bei Holzflächen bietet es sich an, die Oberfläche mit einer Sperrgrundierung vorzubehandeln. Dadurch wird die Fläche gut gegen Feuchtigkeit und Schmutz geschützt. Während des Auftragens der Grundierung sollte die Umgebung aufgrund der Dämpfe gut belüftet sein.

Wenn die Oberfläche gesäubert, für den Anstrich vorbereitet und getrocknet ist, ist sie für die eigentliche Arbeit bereit.