Tapezieren Teil 2 – Die eigentliche Arbeit beginnt

Copyright by Mel B / Pixelio

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Der Untergrund ist vorbereitet, die Werkzeuge liegen bereit, nun kann es losgehen mit der eigentlichen Arbeit.

Schritt 1 – Zurechtschneiden der Tapetenbahnen

Mit einem Teppichmesser werden die Tapetenbahnen in der benötigten Länge von der Rolle abgeschnitten. Oben und unten sollten jeweils einige Zentimeter hinzugerechnet werden, die man später sauber abschneiden kann. Es wird ein Überhang von jeweils 4-6 cm empfohlen. Die Arbeit wird deutlich einfacher, wenn man zunächst eine „Musterbahn“ zurechtschneidet, die bei den folgenden Bahnen dann als Vorlage benutzt werden kann.

Schritt 2 – Das Einkleistern

Rühren Sie den Kleister an. In der Regel werden Sie den Kleister in Pulverform erwerben, in einen Eimer geben und ihn dann mit Wasser mischen. Je nachdem, wie viel Wasser Sie hinzufügen, wird der Kleister zäher oder flüssiger. Zunächst sollte der Kleister etwas dickflüssiger sein, denn Sie können auch zu einem späteren Zeitpunkt noch ohne großen Aufwand zusätzliches Wasser hinzugeben. Je dicker die Tapete, desto zäher sollte der Kleister sein. Achten Sie darauf, dass kein Kleister auf die Sprossen Ihrer Leiter tropft, da dann erhöhte Rutschgefahr besteht!

Wenn der Kleister fertig gemischt ist, müssen die Tapetenbahnen mit Hilfe einer Kleisterbürste eingekleistert werden. Wischen Sie möglichst von der Mitte der Bahn zu den Rändern hin. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass auch die Ränder genügend benetzt sind, damit die Tapete später wirklich hält.

YouTube Preview ImageNun muss der Kleister etwa eine Viertelstunde einwirken. Legen Sie die Tapetenbahn zusammen, indem Sie am einen Ende ein Drittel, am anderen Ende zwei Drittel umklappen, so dass die eingekleisterten Flächen aufeinander liegen. Falten Sie nicht zu grob, damit später in der Tapete keine Knicke zu sehen sind. Kleistern Sie immer nur so viele Bahnen ein, wie Sie dann in der Einweichzeit (also in einer Viertelstunde) auch an die Wand anbringen können, während die nachfolgenden Bahnen einweichen.

Schritt 3 – An die Wand mit der Tapete!

Nun kommt zunächst das Lot ins Spiel. Mit der Hilfe des Lots zeichnen Sie, möglichst mit einem Bleistift, einen senkrechten Strich an die Wand. Diese Linie dient als Markierung. Beginnen Sie möglichst an einem Fenster oder einer Tür, da Sie sich auf diese Weise zumindest ein mühsames Zurechtschneiden der Bahn in Längsrichtung ersparen.

Von oben nach unten entfalten Sie die Tapete an der Markierungslinie entlang und drücken sie an die Wand. An die Decke legen Sie die Seite an, die Sie nur zu einem Drittel umgeklappt haben. Die Tapete kann dank des Kleisters auch noch leicht verschoben werden, nachdem sie an die Wand angebracht wurde. Mit der Tapezierbürste streichen Sie die Bahn nun glatt – auch hier von der Mitte zu den Rändern. Mit einem Teppich- oder Tapeziermesser schneiden Sie nun noch oben und unten die Überstände ab und die erste Bahn ist fertig. Bei der ersten Bahn müssen Sie besonders sorgfältig arbeiten, da die weiteren Bahnen an die erste
anschließen.

YouTube Preview ImageAuf diese Weise bringen Sie nun auch die anderen Bahnen an die Wand an. Wenn Sie fertig sind, lassen Sie die Tapete trocknen.
Als kleinen Tipp empfiehlt es sich, die Reste der Tapete aufzuheben, denn so können später kleine Ausbesserungen getätigt werden, wenn die Tapete beschädigt wird (beispielsweise durch kreative Arbeit der Kinder).

Ein kleines Problem könnten Steckdosen und Lichtschalter sein. Hier ist die beste Arbeitsweise, die Rahmen der Schalter vor Arbeitsbeginn abzunehmen. Dann tapezieren Sie einfach über Schalter und Steckdosen hinüber. Der Strom sollte aber zuvor abgeschaltet werden. Wenn Sie mit dem Tapezieren fertig sind, schneiden Sie die Schalter frei und bringen die Rahmen wieder an, die dann über der Tapete liegen, was eine schönere Optik ergibt. Möchten Sie die Rahmen nicht entfernen, so müssen sie abgeklebt werden.

Bei gemusterten Tapeten ist noch zu beachten, dass der Versatz der einzelnen Bahnen stimmt, sich das Muster also nahtlos über die Bahnen hinweg fortsetzt.

Tipp für das tapezieren der Decke

Wenn Sie vorhaben, die Decke zu tapezieren, so sollten Sie dies zuerst erledigen. Außerdem benötigen Sie eine(n) Helfer(in), die/der die Tapetenbahn anreicht, während Sie auf der Leiter stehen und die Tapete an die Decke andrücken. Schwierig an der Deckentapezierung ist die Markierungslinie, da Sie kein Lot verwenden können. Hier verwenden Sie die Seitenwand als Markierung.

Wenn die Tapete fertig getrocknet ist, ist das Zimmer fertig tapeziert.