Parkett oder Laminat – Vor- und Nachteile

Copyright by Paul-Georg Meister / Pixelio

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Viele Menschen wünschen sich einen Boden in schöner Holzoptik. Hier stehen sie dann vor der Frage, ob sie Laminat verlegen oder sich für richtiges Parkett entscheiden. Beide Bodenbeläge haben ihre Vor- und Nachteile, die wir hier kurz aufführen möchten. Wir unterscheiden zwischen einem richtigen Massivholzboden, Fertigparkett und Laminat.

Massivholzboden

Der Massivholzboden ist sicherlich der edelste Belag. Er besteht zu 100 Prozent aus richtigem Holz. Ein Massivholzboden kann aus den verschiedensten Hölzern hergestellt werden, je nachdem, welche Optik Sie bevorzugen. Ahorn ist zum Beispiel sehr hell, Eiche besitzt eine eher bräunliche Färbung und Ulme ist ein dunkles Holz, das eine sehr starke Maserung vorweist.

Allen Massivholzböden ist aber die hochwertige Verarbeitung und Qualität gemeinsam. Ein weiterer Vorteil besteht im sehr guten Gehschall, Schritte werden also gedämpft. Auch kann man einen Massivholzboden mehrfach renovieren, sollte er trotz seiner hohen Widerstandsfähigkeit einmal beschädigt werden.

Der reine Holzgehalt ist aber auch ein Nachteil. So kann es passieren, dass sich das Holz bei Feuchtigkeit ausdehnt und wieder zusammenzieht, wenn es trocknet. Dadurch können Fugen entstehen. Auch benötigt der Massivholzboden eine gewisse Aufbauhöhe und das Verlegen dauert deutlich länger als bei den anderen beiden Bodenbelägen. Dafür nennt man am Ende aber auch einen richtigen Qualitätsfußboden sein Eigen, an dem man sich lange erfreuen kann.

Fertigparkett

Copyright by schemmi / Pixelio

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Fertigparkett ist anders als der Massivholzboden nicht so anfällig bei Feuchtigkeit. Er dehnt sich kaum aus und zieht sich entsprechend auch nicht zusammen. Man spricht hier von Dimensionsstabilität. Zu viel Feuchtigkeit ist aber auch für das Fertigparkett nicht gut. Die Reinigung sollte „nebelfeucht“ erfolgen, also mit einem nur angefeuchteten Lappen. Auch seine Aufbauhöhe ist niedriger als beim Massivholzboden.

Durch den geringen Verbrauch an Edelhölzern muss zudem weniger Geld investiert werden. Und für die Heimwerker ist es ein großer Vorteil, dass Fertigparkett auch selbst verlegt werden kann und man keinen Handwerker beauftragen muss. Die Verlegezeit ist kurz und das Fertigparkett wird schwimmend verlegt, das heißt, es muss nicht am Untergrund befestigt werden, sondern liegt locker auf.

Allerdings ist die Qualität des Produktes niedriger als beim Massivholzboden. Fertigparkett kann höchstens einmal abgeschliffen werden, so dass bei hoher Belastung nach einer gewissen Zeit der Boden erneuert werden muss. Auch werden die Gehgeräusche nicht so gut isoliert. Um dem entgegenzuwirken, muss man deshalb für gewöhnlich noch eine Dämmunterlage verlegen, die zusätzliche Kosten verursacht.

Laminat

Copyright by Gerda Bruske / Pixelio

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Laminat erfreut sich der größten Beliebtheit. Das liegt natürlich vor allem am Preis, der beim Laminat am geringsten von allen drei Varianten ist. Darüber hinaus bietet Laminat aber auch noch weitere Vorteile. Für die Optik wird ein bedruckter Klebestreifen auf das Material aufgebracht. Diesen Klebestreifen bezeichnet man als Dekorationspapier.

Die Dekorationspapiere besitzen inzwischen eine so hohe Qualität, dass sich das Laminat optisch kaum noch von den wirklichen Hölzern unterscheidet. In Wirklichkeit ist Laminat nämlich ein Kunststoff. Richtiges Holz bekommt man bei diesem Belag also nicht geboten. Doch die Auswahl an Dekoren ist sehr groß, da der Klebestreifen in verschiedenster Weise bedruckt werden kann. So ist es möglich, diverse Holzmuster zu simulieren.

Ein schönes Steinmuster ist ebenfalls kein Problem und liegt aktuell im Trend. Obendrein kann Laminat vom Heimwerker relativ problemlos selbst verlegt werden, was natürlich weitere Kosten spart. Laminat ist sehr leicht zu pflegen und kann bei einem Umzug sogar ausgebaut und ins neue Heim mitgenommen werden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber den anderen beiden Fußbodenbelägen.

Nachteile gibt es aber natürlich auch. Laminat kann nicht renoviert werden, weshalb bei ernsten Beschädigungen kein anderer Weg bleibt, als neues Laminat zu verlegen. Der Unterboden muss sehr eben sein, da sich Unebenheiten auf den Kunststoff übertragen. Laminat selbst besitzt keine Dämmeigenschaften, so dass auch hier eine Unterlage installiert werden muss, um laute Schrittgeräusche zu verhindern. Und natürlich hat Laminat die geringste Qualität aller Beläge, da es sich hier eben nicht um ein Naturprodukt, sondern um Kunststoff handelt.

Jeder Belag besitzt seine Vor- und Nachteile. Welchen Belag man wählt, hängt auch vom eigenen Geldbeutel ab. Kann man etwas mehr ausgeben, ist ein richtiger Massivholzboden natürlich ein wirklich edles Accesoire des Wohnraums, das auch den Wert des Hauses oder der Wohnung deutlich anhebt. Wer nicht ganz so viel ausgeben kann, besitzt im Laminat aber trotzdem eine sehr schöne Alternative, die sich optisch kaum vom Original unterscheidet und auch praktische Vorzüge besitzt.